Zwischen Vorgaben und Ansprüchen: Wie viel Formalisierung verträgt selbstbestimmte Arbeit? 
Ergebnisse aus einem Forschungs- und Gestaltungsprojekt

Eine Veranstaltung des Forschungs- und Gestaltungsprojekts PräFo – Prävention von Belastungen bei formalisierter Arbeit in Dienstleistung und technischer Entwicklung

 

 

In der heutigen Arbeitswelt wird selbstbestimmtes Arbeiten immer wichtiger. Beschäftigte sollen kreativ und flexibel sein und mit Unwägbarkeiten umgehen können. Hierfür ist es notwendig, situativ und selbstgesteuert zu handeln. Einerseits räumen Unternehmen und Organisationen die hierfür notwendigen Handlungsspielräume ein. Andererseits wird versucht, das Handeln der Beschäftigten in geregelte Bahnen zu lenken. Dies geschieht durch die Formalisierung von Arbeit: Prozesse und Ergebnisse sollen dokumentierbar, kommunizierbar und begründbar sein. Ökonomisierung und Digitalisierung treiben diese Entwicklung weiter an.

 

Beschäftigte geraten jedoch in ein Dilemma, wenn sie den formalen Bedingungen folgen und gleichzeitig flexibel mit den situativen Anforderungen umgehen müssen und sollen. Das belastet die Beschäftigten und stellt sie vor neue Herausforderungen: Sie müssen die formalen Vorgaben mit ihrer Kernarbeit so verknüpfen, dass „gute Arbeit“ möglich bleibt.

 

Die Problematik zeigt sich besonders gut in zwei Bereichen: bei der Arbeit an und mit Menschen (Interaktionsarbeit) und bei der Erfindung von Neuem (Innovationsarbeit). Das Forschungs- und Gestaltungsprojekt PräFo untersucht die Arbeit in der stationären Krankenpflege und in der Prozesssteuerung in der technischen Entwicklung und leitet konkrete Gestaltungsmaßnahmen für selbstbestimmte Arbeit unter der Bedingung von Formalisierung ab. Hierfür wurden Fallstudien im Klinikum Augsburg und bei industriellen Kundenunternehmen von Maurer & Treutner, einem Spezialisten für agile Software- und Systementwicklung, durchgeführt.

 

Dem Verbund gehören die Universität Augsburg, das ISF München, das Klinikum Augsburg und das Unternehmen Maurer & Treutner an. PräFo wird von einer Reihe von Umsetzungspartnern unterstützt, unter anderem von der Akademie für Gesundheitsberufe des Klinikums Augsburg und von ver.di.

 

Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf: www.arbeit-form-zukunft.de

 

In der Veranstaltung stellen wir Ergebnisse vor und behandeln die folgenden Fragen:

  • Wie verändert sich die Arbeit in der stationären Krankenpflege aufgrund zunehmender Formalisierung, und wie gehen Pflegekräfte damit um?
  • Wie sehen die entsprechenden Herausforderungen in der technischen Entwicklungsarbeit aus, und welche Umgangsweisen finden sich dort?
  • Was muss ein Unternehmen bei der Planung von Arbeitsprozessen berücksichtigen, wenn es selbstbestimmte Arbeit ermöglichen will? 
  • Was kann ein Krankenhaus aus der technischen Entwicklungsarbeit lernen, in der mit agilen Methoden gearbeitet wird?

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des FuE-Programms "Zukunft der Arbeit" als Teil des Dachprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Anmeldung PräFo - kostenfrei

oder per Fax: (+49 30 49855030)

Herr Frau

Anschrift

Teilnahmebedingungen

Diese Anmeldung ist verbindlich, aber jederzeit übertragbar.

Kongressbüro:

Palisadenstraße 48 10243 Berlin

Fon +49 (30) 49 85 50 31
Fax +49 (30) 49 85 50 30

info@augsburgerperspektiven.de


Ich akzeptiere die oben genannten Anmeldebedingungen.